Zeit für eine Revolution?
Der moderne Fussball wird immer schneller, athletischer und aggressiver.
Dadurch treten immer mehr auch die Schiedsrichter und ihre Assistenten in den Vordergrund. Entscheidungen müssen in Sekundenbruchteilen getroffen werden.
Nun mag der eine oder andere gleich anmerken, dass Schiedsrichter sich in der Vergangenheit auch nicht mehr Zeit für ihre Entscheidungen lassen konnten. Richtig! Dennoch fordern immer mehr gestandene Fussballer und Schiedsrichter den Videobeweis und ähnliche technische Hilfsmittel um dem wachsenden Druck, den Fehlentscheidungen auslösen können, Herr zu werden. Es droht eine Revolution!
Dabei stellt sich doch grundsätzliche die Frage ob der eigentliche Spielgedanke dadurch nicht verloren geht. Muss die Entwicklung im technischen Bereich auch auf die Entwicklung im Fussball übertragen werden oder würde uns Fans damit der Spaß am Spiel verloren gehen?
Die Geister scheiden sich bei diesem Thema in zwei Gruppen, denn ein Zwischendrin scheint es hier nicht zu geben. Entweder man plädiert für technische Innovationen oder man stellt den konservativen Part dar und möchte das Spiel so belassen wie es ist.
Ich persönlich halte nicht viel von Videobeweis, Chipball oder Torkameras. Fehlentscheidungen gehören nun mal zum Fussball, wie der Ball, der bekanntlich ins Eckige gehört. Daran ändert sich für mich auch durch Situationen wie letztens in Porto nichts, als der Torhüter schon in der ersten Hälfte hätte vom Platz fliegen müssen. Der Videobeweis hätte es sofort aufgedeckt. Mir egal! Schalke hält die deutsche Fahne in der Championsleague ja trotzdem weiter hoch ;)
Aber was wäre unser guter alter Fussball ohne die Diskussionen in geselligen Bierrunden über nichtgegebene Tore, brutale Fouls und krasse Fehlentscheidungen? Würde uns nicht allen etwas fehlen, wenn alle Entscheidungen eindeutig, bewiesen und unumkehrlich wären? Also mir schon, von daher geh ich jetzt an den Kühlschrank, mach mir ein Bier auf und freu mich auf Inter gegen Liverpool und jede Menge umstrittene Situationen.
In diesem Sinne, Prost
Euer Ecky



1 Blinker-Abo schrieb am 17.03.2008:
Also ich bin immer hin- und hergerissen. Manchmal denke ich genauso wie du, nämlich, dass diese Entscheidungen einfach zum Fußball gehören und der Fußball durch dauernde Unterbrechungen zerstört werden könnte. Andererseits kommt es mir so vor, also würden sich die gravierenden Fehlentscheidungen in letzter Zeit doch stark häufen. Und der Aufschrei wäre sicher groß gewesen, wäre Schalke in der CL ausgeschieden. Das Spiel wäre wohl entschieden gewesen, hätte der Torhüter die Rote Karte gesehen. Und in einem solchen Spiel geht es um ca. 7-8 Millionen Euro.
2 Checker schrieb am 08.04.2008:
Mit einem Richtigen Beweis Gib es doch nicht mehr soviel unstimmigkeiten und soviel auf die Fresse deshalb sage ich das es ruhig gemacht werden soll
3 Springy aus Deutschland schrieb am 08.04.2008:
Es häufen sich leider Schiedsrichterentscheidungen (umstrittene) zugunsten der "Etablierten", Beispiele gibt es zuhauf, die Bayern werden immer bevorzugt, der HSV immer benachteiligt (Siehe Elfmeter/Platzverweise).
Ich denke schon, dass es eine"Mafia" gibt im DFB, die dieses vorantreibt!!
Springy